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Sinneswahrnehmung als Ichwahrnehmung

Überregional

Vortrag und Seminar

Mit Prof. Salvatore Lavecchia und Corinna Gleide

Was ist das menschliche Ich? Diese Frage wird immer dringlicher. In einer unvollendeten Studie über Hören und Sprechen verbindet Rudolf Steiner das Urbild eines Wahrnehmungsorgans mit der Fähigkeit, „in sich das Bild eines gleichen fremden Ichs gegenwärtig“ zu machen (Anthroposophie. Ein Fragment, GA 45, S. 186). Dies lädt ein, alle Sinneswahrnemungen als Annäherungen zur Begegnung von Ich zu Ich zu vertiefen. In diesem Horizont kann der Sinnesorganismus immer mehr als Organismus eines dialogischen Ichs offenbar werden, das im Verstehen des anderen Wesens, im Gold des Gesprächs, die unerschöpfliche Quelle des eigenen Lebens entdecken kann. Sinneserfahrung und Icherfahrung, die ja zunächst ganz unterschiedliche Erfahrungen zu sein scheinen, rücken zusammen. Es bildet sich ein Icherleben im Sinne einer Sphäre, mit der Aussage von Novalis zusammenklingend, dass das Icherleben ein Schweben zwischen Gegensätzen ist (Fichte-Studien 555).

Zugleich ist das Ichsein, wenn man auf die digitalen Medien oder auf den Transhumanismus blickt, umkämpft wie noch nie. Auch hiermit wollen wir uns in Vortrag und Seminar auseinandersetzen.

 

Zeit: Vortrag Fr, 10.07. 20 Uhr, Seminar Sa, 11.07. 14- 19 Uhr

Kosten: Vortrag auf Spendenbasis; Seminar Richtsatz 50 €

Anmeldung erbeten

Ort: Die Christengemeinschaft, Dammweg 17, 69123 Heidelberg